Brustkrebs und die Wirkstoffe der Hanfpflanze

13.01.2021

Cannabis und seine mögliche Wirkung bei Brustkrebs.

Diese Frage beschäftigt nicht nur viele Patientinnen, sondern auch zahlreiche Forscher. Informationen im Internet sind oft widersprüchlich, manche preisen Präparate wie CBD-Öl oder Cannabis-Medikamente wie Sativex als alternative Heilmittel bei Krebs, andere sehen keine ausreichende Belege für die Wirksamkeit. Wir haben uns die aktuellen Studien zu CBD und Cannabis angesehen. In diesem Beitrag stellen wir die wichtigsten vor. Wir zeigen wie Cannabis, THC und CBD bei Brustkrebs wirken, die Ausbildung von Metastasen beeinflussen und was dies für die Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs bedeutet.
Die Hauptwirkstoffe von Cannabis sind die sogenannten Cannabinoide wie CBD und THC. Fallstudien mit unterschiedlichen Dosierungen, Ergebnisse aus der Grundlagenforschung und erste kleinere Studien mit Patienten zeigen, dass der Einsatz von THC oder CBD bei Krebs hilfreich sein kann. Am besten ist der Effekt von Cannabis und CBD bei Hirntumoren erforscht. Aber auch Patientinnen mit Brustkrebs könnten von der Einnahme von CBD oder THC profitieren. Die Cannabinoide können nämlich nicht nur häufige Beschwerden und Nebenwirkungen, die während einer Krebserkrankung und deren Therapie auftreten, lindern. Sie greifen zudem in den Stoffwechsel der Brustkrebszellen ein, was Auswirkung auf deren Wachstum und Streuung haben kann. 


Darum wirken Cannabinoide wie THC und CBD bei Brustkrebszellen

Cannabis wirkt in erster Linie über seine Hauptwirkstoffe, die sogenannten Cannabinoide. Zu den bekanntesten Cannabinoiden zählen Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Sowohl THC, als auch CBD wurden wegen ihrer antitumoralen Wirkung für die Krebsforschung interessant. Bisher konnte gezeigt werden, dass sowohl THC, als auch CBD gegen Krebs wirken, indem sie unter anderem das Wachstum von Krebszellen hemmen und sie anfälliger für die Angriffe des körpereigenen Immunsystems und schulmedizinische Therapien wie Strahlentherapie und Chemotherapie machen.
Im Körper wirken THC und CBD, indem sie an die sogenannten Cannabinoid-Rezeptoren binden. Diese finden sich an vielen Stellen im Körper. Je nach ihrer Lage können die Cannabinoid-Rezeptoren unterschiedliche Wirkungen auslösen. Die bekanntesten Cannabinoid-Rezeptoren heißen CB1-R und CB2-R. Interessant ist, dass beide Rezeptoren von Brustkrebszellen an deren Oberfläche gebildet werden. Studien zeigten, dass 72 Prozent der Brustkrebszellen CB2-R ausbildeten, der Rest CB1-R. Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass über diese Rezeptoren sowohl THC, als auch CBD hemmend auf Brustkrebszellen wirken können.


Wie CBD und THC das Wachstum von Brustkrebs hemmen

Die Cannabinoide CBD und THC wirken auf verschiedenen Wegen auf die Entstehung, das Wachstum und die Verbreitung von Tumorzellen ein. Sie manipulieren deren Innenleben, was deren Stoffwechsel empfindlich schwächen oder stören kann.
CBD aktiviert den Zelltod (Apoptose) in ER-negativen und ER-positiven Brustkrebszellen. 
CBD senkt in Versuchen das Auftreten von Metastasen von aggressiven Brustkrebszellen. Die wachstumshemmenden Eigenschaften von CBD auf die Tumormassen zeigten sich auch beim dreifach negativen Brustkrebs. 
Sowohl CBD, als auch THC wirken zudem über ihre entzündungshemmenden Eigenschaften. Diese können Tumoren das Wachstum erschweren.  THC kann das Wachstum bei Brustkrebszellen mit HER2-Rezeptoren hemmen. 
CBD erschwert Brustkrebszellen die sogenannten Angioneogenese. So wird der Prozess genannt, mithilfe dessen sich Krebszellen Zugang zu Blutgefäßen und damit zu ausreichend Nährstoffen und Sauerstoff für aggressives Wachstum verschaffen. 


Entourage-Effekt bei Brustkrebs: zusammen am stärksten?

Bei vielen Studien bei anderen Erkrankungen zeigte sich ein interessantes Phänomen, das heute als Entourage-Effekt bekannt ist: Die Wirkstoffe von Cannabis können sich gegenseitig verstärken. Cannabinoide wie THC und CBD beeinflussen gegenseitig ihre Wirkung, zudem können ihre positiven Eigenschaften auch durch die sogenannten Terpene des Cannabis verstärkt werden. Eindrucksvoll zeigt sich dieser Effekt unter anderem mit Studien mit dem Cannabis-Medikament Sativex. Dies enthält alle Bestandteile von Cannabis, auch wenn als wirksame Bestandteile meist nur THC und CBD angegeben werden. Es zeigte sich, dass THC und CBD zusammen mit anderen Cannabiswirkstoffen effektiver wirken, als wenn THC und CBD alleine gegeben werden.
Auch bei der Behandlung von Brustkrebs kann der sogenannte Entourage-Effekt von Bedeutung sein. Bisherige Forschungsergebnisse mit Zellstudien und Tierversuchen zeigten, dass ein Cannabisextrakt wirksamer das Wachstum von Brustkrebs hemmen konnte, als THC und CBD alleine. (9)


Sativex ist eine Kombinatin von Thc und allen anderen Cannabinoiden . In Österreich erhältlich ist das verschreibungspflichtige Dronabinol ( Thc ) welches  meines Erachtens in Kombination mit einem Cbd Vollspektrumprodukt am wertvollsten ist. (Entourageeffekt )


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Quellen und weitere Berichte:

https://www.naturheilkunde-krebs.de/

https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/nebenwirkungen-der-therapie/cannabis-bei-krebs-ein-fester-platz-in-der-schmerzther.html

https://www.leafly.de/brustkrebs-medizinisches-cannabis/