Posttraumatische Belastungsstörung

Cannabis und die mögliche Wirkung von Cbd bei posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS)

Nicht nur Schmerzpatienten können vom medizinischen Potential von Cannabis profitieren. Ebenso wie Cannabis von einigen Patienten in Selbstmedikation gegen Depressionen genutzt wird, greifen immer mehr Menschen, die unter PTBS leiden, zum Joint oder zur Bong. Marihuana ist heutzutage mehr denn je eine Bewältigungsdroge. Das bedeutet, dass Stress und andere psychische Leiden mithilfe der psychoaktiven Wirkstoffe im Marihuana besänftigt werden können. Darunter fallen auch Angstzustände (die bei der Wahl der falschen Sorte aber noch verstärkt werden können) und Ticks.

Neue Erkenntnisse zeigen, dass Cannabis bei solchen psychischen Leiden tatsächlich wirksam sein kann. Im Folgenden wollen wir näher auf das Beispiel PTBS und Cannabis eingehen und zeigen, wie gut Marihuana bzw. dessen Wirkstoffe gegen die Symptome helfen können.

Was ist überhaupt PTBS?

Unter PTBS, der posttraumatischen Belastungsstörung, versteht man die Einprägung von traumatisierenden Ereignissen in der Vergangenheit in das Unterbewusstsein. Darunter fallen etwa Missbrauch, Katastrophen oder auch militärische Einsätze in Krisengebieten. Gerade von Soldaten kennt man PTBS. Das Wiedererleben von Kampfsituation, Flashbacks und Schlaflosigkeit sind nur wenige der Symptome, die bei porttraumatischer Belastungsstörung auftreten können. Menschen mit PTBS sind schwer eingeschränkt. Die seelische Belastung führt nämlich nicht nur zu Schlaflosigkeit, sondern auch Schwierigkeiten mit der Konzentration und gegebenenfalls zu weiterführenden Angststörungen und Albträumen.

Wie kann man gegen PTBS vorgehen?

Die meisten Patienten werden mit verschiedenen Schlafmitteln oder Psychopharmaka ruhig gestellt. Die Symptome lediglich eingedämmt, wenn überhaupt. Hinzu kommt, dass die Beruhigungs- und Schlafmittel - und besonders Psychopharmaka - diverse Nebenwirkungen haben, die von Schmerzen aller Art bis hin zu Wahrnehmungsstörungen, drastischer Gewichtszunahme, parkinson-ähnlichen Symptomen und Depressionen führen können. Hin und wieder werden auch Benzodiazepine zur Behandlung von PTBS eingesetzt. Diese wiederum bringen ein sehr hohes Abhängigkeitspotential mit sich. Selbst der Hersteller warnt vor einer Benutzung über einen längeren Zeitraum.

Bei der Behandlung von PTBS mit Cannabis haben sich schon nach kurzer Zeit erste Erfolge in der Therapie gezeigt. Diverse Patienten berichten von "deutlichen Verbesserungen der Krankheitsanzeichen", nachdem sie anfingen Cannabis zu konsumieren. Es hat sich gezeigt, dass Cannabis den PTBS-Kranken nicht nur die Möglichkeit gibt, wieder ruhig zu schlafen, sondern auch Angstattacken leichter zu bewältigen, wenn nicht sogar zu vermeiden. Flashbacks oder ähnliche Formen des Wiedererlebens traumatischer Situationen traten bei den meisten nicht mehr auf.

Warum hilft Cannabis so gut gegen PTBS?

Forscher fanden heraus, dass PTBS in einem engen Zusammenhang mit einem Endocannabinoid-Mangel in unserem Körper steht. Anandamid, ein körpereigenes Cannabinoid, wurde bei Betroffenen kaum bis gar nicht festgestellt. Man vermutet, dass die Ursache von PTBS in der niedrigen Konzentration von Anandamid liegt. Das würde erklären, warum Cannabis so gut gegen posttraumatische Belastungsstörung hilft. Die Cannabinoide, die man mit dem Marihuana zu sich nimmt, aktivieren nämlich genau die Rezeptoren, die normalerweise der körpereigene Stoff Anandamid aktivieren würde.

Gesunde Menschen haben einen funktionierenden "Vergessens-Apparat". Die zuständigen CB1-Rezeptoren werden im Normalfall ausreichend stimuliert und sorgen für die Auslöschung von traumatischen Erinnerungen. Wenn diese Rezeptoren unseres Endocannabinoid-Systems nicht aktiviert werden, können traumatische Erinnerungen nicht aus unserer Erinnerung ausradiert werden und sie verfolgen uns vielleicht bis an unser Lebensende. Die Auffassung, dass die CB1-Rezeptoren für PTBS verantwortlich sind, vertritt nicht nur die MAPS (MultridisciplinaryAssociationforPsychedelic Studies). Auch Wissenschaftler aus New York sind sich sicher, dass nicht funktionstüchtige CB1-Rezeptoren PTBS auslösen.

Wo kann Cannabis gegen PTBS wirken?


  • Ruhigerer Schlaf
  • Wenige bis keine Albträume
  • Bessere Konzentration
  • Entspannung und Ruhe, Wiederkehr des Appetits
  • Kaum Flashbacks oder Wiedererleben
  • Lösung von Ängsten und Stressattacken

Unser Fazit

Wir sind der Meinung, dass es genau jetzt wichtig ist, mehr Forschung auf dem Gebiet Cannabis und PTBS bzw. allgemein psychische Erkrankungen, auch Depression, zu betreiben. Cannabis hegt ein riesiges Potential zur Behandlung von seelischen Erkrankungen wie auch körperlichen Leiden. 

Qualität zum besten Preis
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Von: Miguel Bischoff in Cannabis in der Medizin 24. März 2017 0 6,622 Views