Entzündungen 

19.05.2020

CBD mögliche Wirkung bei Entzündungen

Cannabidiol (CBD ) ist ein nicht-psychoaktives Molekül, das von der Cannabispflanze produziert wird. Es ist bekannt dafür Entzündungen zu bekämpfen und kann aus diesem Grund in pathologischer oder athletischer Hinsicht eine wichtige Rolle spielen.

CBD weckt immer mehr Interesse in der Medizin. Das nicht-psychoaktive Cannabinoid wurde in den letzten Jahren eingehend untersucht und bringt  beeindruckende Ergebnisse hinsichtlich seiner antikonvulsiven, neuroprotektiven und antioxidativen Eigenschaften zum Vorschein. Cannabinoid zeigt auch Wirksamkeit bei der Linderung und Reduzierung von Entzündungen; einem bei vielen Erkrankungen gegenwärtigen Schmerz- und Unannehmlichkeitsfaktor, der auch zu unterschiedlichen chronischen Erkrankungen beiträgt.


Sonderfall chronische Entzündung

Manch eine Entzündung hört einfach nicht mehr auf. Verantwortlich sind erneut die weißen Blutkörperchen, nur dass sie jetzt ihre Arbeit übertreiben: Sie arbeiten weiter. Das geschieht, obwohl es dafür im Körper keinen Grund mehr gibt, weil die Infektion oder Verletzung lange vorbei ist.

Somit verwandeln sich die ursprünglichen Helfer in Angreifer. Mangels kranken Gewebes greifen sie gesunde Zellen an. Wer über lange Jahre an chronischer Entzündung leidet, hat ein erhöhtes Risiko für Krankheiten wie Herzerkrankungen, Bluthochdruck oder Diabetes. Manche Erkrankungen hängen aber auch direkt mit Entzündungsreaktionen zusammen. Zum Glück gibt es viele Anzeichen dafür, dass CBD hier regulierend eingreift.

Das sagt die Forschung zu CBD gegen Entzündungen: Studien

Zunächst hemmt CBD entzündungsfördernde Stoffe. Dies ist die grundlegende Wirkung, welche sich bei verschiedenen Krankheiten unterstützend bewährt hat. In einem Experiment mit Mäusen bestätigte eine Studie im Jahr 2018 noch einmal diese Erkenntnis. Hier zeigte sich, dass CBD die Zahl entzündungsfördernder Zytokine spürbar senkte .

Welche Studien und Forschungsergebnisse gibt es zu CBD bei entzündlichen Erkrankungen?

Um das zu verstehen, braucht es einen kurzen Ausflug in die Biologie. Es gibt zwei Arten von Zytokinen, entzündnungsfördernde und entzündungshemmende. Beide sind kleine Proteinkörper, welche aktiv bei einer Entzündung mitwirken. Halten sie sich die Waage, kann der menschliche Körper eine Entzündung allein in den Griff bekommen. Oft ist das aber nicht der Fall: Besonders bei chronischer Entzündung sind Zytokine der entzündungsfördernden Art in der Überzahl. Weil CBD hier regulierend eingreift, sorgt es also für eine bessere Funktion des Immunsystems. Damit einher geht auch ein rascherer, komplikationsfreier Verlauf der Entzündung.

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2011 beschäftigt sich mit Entzündungsreaktionen im Darm. Untersucht wurden Mäuse und menschliche Darmkulturen von Patienten mit Colitis Ulcerosa (in vitro). Dabei stellte sich heraus, dass Cannabidiol solche Entzündungen eindämmen kann. Das ist auch logisch, denn im Verdauungssystem gibt es besonders viele CB-Rezeptoren. Mehr noch: Infolge der Behandlung kam es bei der Studie sogar zu einer Verringerung der Darmschädigungen, welche sonst mit CU einhergehen .

Knapp ein Jahr später untersuchte ein anderes Forscherteam die Reaktion von Mäusen auf die Gabe von CBD. Hier stellte sich heraus, dass der Wirkstoff chronische Schmerzen unterdrücken kann. Das geschah ohne Ausbildung einer Toleranz, also Abhängigkeit .

Obwohl diese letzte Studie chronische Schmerzen untersuchte, geht es auch hier um Entzündungen: Es gibt chronische Schmerzen, die mit Entzündungen einhergehen. Ein Beispiel dafür ist etwa Migräne, welche stets auch durch entzündliche Prozesse begleitet wird.

Wie das genau geschieht, muss die Forschung noch klären. Zudem sind die meisten Studien zu Entzündungsreaktionen keine klinischen Studien. Das heißt jedoch nicht, dass CBD beim Menschen weniger wirksam wäre. Im Gegenteil: Zahlreiche Erfahrungen von Betroffenen lassen an der Wirkung keinen Zweifel.

Zudem gilt CBD als eines der stärksten Antioxidantien. Es reduziert also auch oxidativen Stress und damit die Zahl der freien Radikale, welche unter anderem Zellschäden hervorrufen können. Die Forschung fand heraus, dass CBD tatsächlich bei Alzheimerpatienten Positives bewirken kann, da CBD nachweislich entzündliche Prozesse im Gehirn reguliert . Diese Forschungsergebnisse lassen zahlreiche Patienten hoffen. 

CBD wird als sekundärer Metabolit in den Trichomen der Cannabispflanze gebildet. Das Molekül interagiert mit dem menschlichen Körper auf vielfältige Weise und wirkt teilweise über Serotonin- und Vanilloid-Rezeptoren. Ähnlich wie andere Cannabinoide kann auch CBD Einfluss auf das Endocannabinoid-System nehmen. Dieses System besteht aus Cannabinoid-Rezeptoren (CB1 und CB2), die auf der Zellmembran vieler unterschiedlicher Zelltypen im ganzen Körper zu finden sind.

Mehrere Cannabinoide erzielen ihre medizinischen Wirkung durch das Andocken an diese Rezeptorstellen. Obwohl CBD nicht direkt an diese Rezeptoren bindet und tatsächlich ein bekannter Antagonist ist, beeinflusst es dennoch das Endocannabinoid-System auf indirekte Weise. Es besitzt die Fähigkeit, die Bindungswirkung bestimmter Rezeptoren sowohl zu verbessern als auch zu reduzieren. Zudem wirkt es auch als Anandamid-Wiederaufnahmehemmer.

Du fragst Dich, was Anandamid ist?  Anandamid gehört zu einer Klasse von Molekülen, die als Endocannabinoide bekannt sind. Diese Moleküle sind den Cannabinoiden der Cannabispflanze oder Phytocannabinoidensehr ähnlich, weshalb sie meistens an die gleichen Rezeptorstellen binden können. Es sind diese Mechanismen, die CBD ermöglichen, auch wirksam bei Entzündungen zu sein.

WAS IST EINE ENTZÜNDUNG?

Obwohl sie oft verteufelt und als etwas Negatives betrachtet wird, ist eine Entzündung tatsächlich ein lebenswichtiger physiologischer Prozess und ein grundlegender Aspekt der angeborenen Immunreaktion des Körpers. Etliche Entzündungen werden jedoch als ein entscheidender Faktor für chronische Krankheiten wie Krebs und rheumatische Arthritis bezeichnet.

Akute Entzündungen sind in der Regel das Ergebnis einer traumatischen Verletzung, wie zum Beispiel eines verstauchten Knöchels oder verspannter Muskeln, und äußern sich in Form von Schmerzen, Rötungen, Immobilität, Schwellungen und Hitze. Diese Form einer Entzündung entspricht einer Reaktion mit dem Ziel, den verletzten Bereich zu schützen und den Heilungsprozess in Gang zu setzen. Bestimmte Zellen bewegen sich zu der betroffenen Stelle und beginnen, Ablagerungen und beschädigtes Gewebe zu entfernen. Obwohl häufig entzündungshemmende Medikamente eingesetzt werden, um diese Reaktion zu verhindern und mit den Schmerzen fertig zu werden, muss der Körper diese Phase durchlaufen, so dass die Verwendung dieser Medikamente als kontrovers betrachtet werden sollte. Akute Entzündungen können auch durch schädliche Bakterien verursacht werden.

Chronische Entzündung ist definiert als eine Entzündung, die über einen längeren Zeitraume anhält und kann durch Krankheitserreger, Viren und eine übermäßige Immunreaktion verursacht werden. Diese Form von Entzündung kann sich über Monate bis Jahre erstrecken und tritt für gewöhnlich dann auf, wenn das Immunsystem gesundes Gewebe als Bedrohung wahrnimmt und anfängt, dieses anzugreifen. Dies wird als Autoimmunkrankheit bezeichnet. Zu diesen Erkrankungen zählen Asthma, rheumatische Arthritis, Morbus Crohn und Sinusitis.

Wie wirkt Cbd auf Entzündungen ?

  • CBD stimuliert den Vanilloid-Rezeptor Typ 1 mit maximaler Wirkung, ähnlich wie das Capsaicin im Cayenne-Pfeffer. Das erklärt einen Teil der schmerzhemmenden Wirkung von CBD.
  • CBD lindert weiter entzündliche und neuropathische Schmerzen. Diese Unterdrückung chronischer Schmerzreize durch CBD wird vermutlich durch den Glycin-Rezeptor vermittelt.
  • CBD hemmt den Abbau des körpereigenen Cannabinoids Anandamid und erhöht so dessen Konzentration. Die beobachtete antipsychotische Wirkung von CBD wird auf diese Erhöhung des Anandamid-Spiegels zurückgeführt.
  • CBD verstärkt die Signalwirkung von Adenosin. Dieser körpereigene Stoff blockiert die Ausschüttung von aktivierenden und belebenden Neurotransmittern (= Botenstoffe im Nervensystem). Auf diesem Mechanismus könnten einige der entzündungshemmenden Wirkungen von CBD beruhen. Ein weiterer Grund für die entzündungshemmende Wirkung von CBD ist dessen Bindung an den GPR55-Rezeptor.
  • CBD ist ein wirkungsvolles Antioxidans (= Fänger freier Radikale). Es wurde gezeigt, dass CBD oxidative Schädigungen mindestens so gut verhindert wie Vitamin C oder Vitamin E.
  • CBD hemmt die Vermehrung von bestimmten Hirntumor-Zellen (Gliom-Zellen), indem es deren Autophagie hervorruft, eine Form der Zellzerstörung.
  • Forscher untersuchen seit mehreren Jahren die krebshemmenden Wirkungen von CBD. So wurde nachgewiesen, dass CBD die Bildung neuer Blutgefässe in Tumorgeweben hemmt.
  • CBD bindet antagonistisch (d.h. als Gegenspieler) an den CB1-Rezeptor und hemmt daher mehrere Wirkungen von THC.

In diesen Fällen von Entzündungen kann CBD eine therapeutische Rolle spielen. Dieses Cannabinoid hat deutliches Potenzial gezeigt, dass es bei der Vermittlung der Immunreaktion, die mit den zuvor genannten Autoimmunkrankheiten assoziiert wird und bei neuropathischen Schmerzen, Bluthochdruck, Alzheimer-Krankheit und Depressionen hilfreich sein kann. Eine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Mechanismus besagt, dass CBD vielversprechende Möglichkeiten für die Entwicklung entzündungshemmender Medikamente aufweist. Das Molekül kann auf unterschiedlichste Weise bei Entzündungen und dem damit verbundenen oxidativen Stress wirken, einschließlich der Ausübung einer immunsuppressiven Wirkung auf Makrophagen und Mikrogliazellen - Zellen, die bei Entzündungen und Immunität eine wichtige Rolle spielen.

Des Weiteren konnte gezeigt werden, dass CBD durch Entzündungen verursachte chronische Schmerzen signifikant reduziert, indem möglicherweise Glycin-Rezeptoren aktiviert werden.

Weitere wissenschaftliche Studien, die in der Fachzeitschrift PLoS One veröffentlicht wurden, untersuchten die Auswirkungen von CBD auf Entzündungen des Darms. Die Anwendung des Cannabinoids führte nach der Behandlung zu einer Verringerung der Makrophagenkonzentration im Darm von Mäusen, was zukünftige therapeutische Strategien mit CBD bei der Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen nahelegt.


CBD FÜR SPORTLER

Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung kann CBD ein fantastisches Ergänzungs- und Regenerationsmittel für Sportler und deren Gesundheit und Fitness sein. Sportler repräsentieren einen Teil der Bevölkerung mit einem hohen Risiko für akute muskuloskeletale Verletzungen und chronische Erkrankungen. Akute Verletzungen beginnen immer mit einer Entzündungsreaktion. CBD kann bereits in dieser Phase sehr hilfreich sein, um Schmerzen und Schwellungen zu lindern und zu bekämpfen. Dieses Molekül kann auch zur allgemeinen Genesung von Verletzungen eingesetzt werden, um den Schmerzen und Entzündungen entgegenzuwirken, die mit kleinsten Faserrissen nach körperlicher Anstrengung einhergehen. Tatsächlich hat die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) kürzlich CBD von der Liste der verbotenen Substanzen gestrichen. Olympische Athleten und Profisportler werden daher nicht mehr bestraft, wenn sie CBD vor, während und/oder nach dem Wettkampf als Nahrungsergänzungs- oder therapeutisches Hilfsmittel verwenden.


Das richtige CBD-Produkt zur Behandlung von Entzündungen

Mit einem hochwertigen Vollspektrumöl ist dem Endocannbinoidsystem am besten geholfen: Es enthält neben CBD auch viele weitere Hanfwirkstoffe. Sie alle zusammen machen die Wirkung von CBD weit effektiver, als es mit isoliertem CBD der Fall wäre. Außerdem enthält es wertvolle Terpene und weitere wichtige Inhaltsstoffe, die dem Körper gut tun. CBD-Öl sollte stets sublingual eingenommen werden, um die beste Wirkung zu entfalten. 

 Cbd Produkte können von Innen und außen angewendet werden.  Topische CBD-Produkte wie Lotionen und Cremes sind am besten für Hautirritationen geeignet, oder möglicherweise in Kombination mit dem Öl für akute Entzündungen in Gelenken und Muskeln.