Akute und chronische Schmerzen

Wie könnte CBD bei der Behandlung von Schmerzen unterstützend wirken?

Die Forschung besagt, dass das CBD Vollspektrum Extrakte  eine Option bei der Behandlung von chronischen Schmerzen sein kann. 

Der menschliche Körper profitiert von körpereigenen Cannabinoiden ( ECS System ).  CB1- und CB2-Rezeptor finden wir im Gehirn bzw. im Körper. Die CB1-Rezeptoren im Gehirn steuern Faktoren wie Emotionen, Denken, Appetit, Bewegung, Schmerz und Erinnerungen. Die CB2-Rezeptoren hingegen steuern das Immunsystem des Körpers. 

Das Cannabis Schmerzen lindern soll, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Denn schon vor Jahrtausenden wurde die heilende Wirkung der Pflanze entdeckt und genutzt. Cannabis kann Millionen von Menschen helfen - seit März 2017 ist es nun auch in Deutschland erlaubt, dass Ärzte Cannabis verschreiben dürfen.  Aber was hat es mit den chronischen Schmerzen auf sich und vor allem wie kann Cannabis dabei helfen? Welche Produkte kann ich verwenden und wie bekomme ich sie?

Diagnose chronische Schmerzen

In den meisten Fällen entstehen chronische Schmerzen durch ein vorhergegangenes Ereignis, wie einem Unfall, einer Krankheit oder anderen Verletzungen. Aus diesen Vorfällen entstehen dann aufgrund einer nicht ausreichenden Behandlung oder der Schwere der Verletzung/Krankheit chronische Schmerzen, die selbst nach Abheilung der Ursache nicht abklingen. Der Fall einer chronischen Schmerzstörung besteht dann, wenn:

  • Die Schmerzen zwischen 3 und 6 Monaten andauern und nicht vergehen oder immer wiederkehren.
  • Der Betroffene sozial, körperlich oder körperlich-kognitiv beeinträchtigt ist.

Im Gegensatz zu akuten Schmerzen ist das chronische Schmerzsyndrom kein Warnsignal des Körpers, auf einen Ausnahmezustand. Sie selbst sind der Ausnahmezustand und stellen eine eigene Krankheit dar. Das chronische Schmerzsyndrom zieht allerdings in den meisten Fällen noch weitere Beschwerden mit sich, wie zum Beispiel Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Stress und/oder Depressionen.

Und auch die Schmerzschwelle sinkt mit der Zeit der chronischen Schmerzen. Denn die Angst vor den Schmerzen lässt die Patienten auf kleinste Einflüsse schon empfindsam reagieren. Denn die Nervenzellen senden immer wieder Schmerzsignale an das zentrale Nervensystem, obwohl gar keine organische Ursache mehr vorliegt. Zudem kann das chronische Schmerzsyndrom von gewissen Umständen gefördert werden. Dazu zählen:

  • Die Schmerzen nicht mitzuteilen
  • Streitigkeiten
  • Stress
  • Menschen in der Umgebung die ebenfalls unter Schmerzen leiden
  • Negatives Denken
  • Häufig schmerzhafte Erfahrungen in der Vergangenheit
  • Anspannung
  • Ängste
  • Fehlende Schmerzbehandlung
  • Ungesunder Lebensstil

Chronische Schmerzen lassen sich außerdem in vier Kategorien unterteilen:

Psychogener Schmerz: Hier liegen keine organischen Ursachen vor. Die Problematik liegt in psychischen Hintergründen wie, Burnout, Depression oder Angstzuständen. Der Patient kann die Schmerzen oft gar nicht beschreiben, während der Schmerz sich nicht verändert und auf Analgetika (Schmerzmittel) nicht reagiert.

Neuropathischer Schmerz: Diese Schmerzen werden in der Regel von einer Schädigung oder Dysfunktion im Nervensystem ausgelöst. Die Patienten leiden in der Regel unter brennenden, stechenden oder dumpfen Schmerzen die anfallsartig einschießen.


Nozizeptorenschmerz: Die Nozizeptoren sind Neuronen im Körper, die für die Schmerzwahrnehmung zuständig sind. Sie reagieren auf sämtliche Schmerzreize wie Druck, Entzündung oder anderen Schmerzen und geben die Signale an das zentrale Nervensystem weiter. Wenn sie das aber immer noch tun, obwohl der Schmerzherd behandelt wurde, spricht man von einem Nozizeptorenschmerz.


Myofaszielles Schmerzsyndrom: Diese Art von Schmerz basiert auf Muskelschmerzen und es liegen keine organischen Ursachen vor. Man spricht hier von Triggerpunkten im Bereich einzelner Muskeln oder Muskelgruppen die sehr sensible Schmerzherde darstellen und durch Druck oder überraschend ausgelöst werden.


Alternative Schmerzbehandlung

Wenn gängige Schmerzmittel nicht mehr helfen, kann der Einsatz von Medikamenten aus Cannabis angedacht werden. THC-basierte Cannabinoide finden zunehmend Anwendung bei chronischen Schmerzen. Die genaue Wirkung ist noch immer Gegenstand zahlreicher Studien. Nach derzeitigem Wissensstand besteht Hoffnung, bestimmte chronische Erkrankungen wie Krebs oder neurologische Krankheiten (Multiple Sklerose, Parkinson oder Folgen eines Schlaganfalls) komplementär, also ergänzend, mit Medikamenten wie Dronabinol (THC) in Kombination mit einem Vollspektrum Cbd Extrakt behandeln zu können. Die Studienlage spricht für die Wirkung bei neuropathischen Schmerzen.

Wann wird THC bei Schmerzpatienten eingesetzt?
Eines vorweg: THC-basierte Cannabinoide wie Dronabinol oder Nabilon sind keine Allheilmittel für bestimmte Krankheiten. Ihr Einsatz wird erst angedacht, wenn andere Schmerzmedikamente und Terapien alleine nicht den gewünschten Erfolg bringen. Dazu kommt, dass eine sogenannte multimodale Schmerzbehandlung weit mehr umfasst, als nur die Verordnung von Arzneimitteln. Neben der Einnahme von Medikamenten zählen dazu auch physiotherapeutische Behandlungen, operative Eingriffe, Ernährungsberatung oder je nach Krankheitsbild auch Psychotherapie.
Wirkstoffe aus Cannabis sind folglich nur ein Stein im großen Puzzle der Schmerzmedizin. Die Wirksamkeit bestimmter Präparate hängt von der individuellen Situation des Patienten ab. Je länger die Krankheit andauert, desto besser steht die Chance auf Linderung durch den Einsatz von Cannabinoiden.
THC bei neuropathischen Schmerzen
Gut belegt ist die Wirkung von medizinisch aufbereitetem THC bei neuropathischen Schmerzen: Sie entstehen durch Schädigungen oder Erkrankungen des Nervensystems. Während bei allen anders zustande kommenden Schmerzen (nozizeptiven Schmerzen) die Nervenbahnen als "Übermittler" von Schmerzreizen arbeiten, ist bei neuropathischen Schmerzen das Nervensystem selbst der Schmerzverursacher.
Dronabinol (aus der Cannabis-Pflanze gewonnenes THC) kann die Übertragung von Schmerzreizen hemmen. Große klinische Studien bekräftigen, dass Patienten mit neuropathischen Schmerzen vor allem von THC-basierten Cannabinoiden profitieren. Sie erleben objektiv sowie subjektiv eine Verbesserung der Schmerzen und der Lebensqualität.

Hanf-Inhaltsstoffe als ergänzende Therapie bei Schmerzen

Die Behandlung chronischer Schmerzen erfolgt in evidenzbasierten Behandlungsstrategien nie mit Cannabinoiden allein. Sie werden begleitend zu klassischen Schmerzmitteln und anderen Maßnahmen herangezogen. Aus unserer persönlichen Erfahrung ist es wichtig vom gesamten Spektrum der Hanfpflanze zu profitieren ( Entourage Effekt )und somit auf eine Kombination von Thc und Cbd Vollspektrum Extrakten zu setzen.
Ein Vorteil der verwendeten Cannabinoide: Eine schwerwiegende Abhängigkeit entsteht trotz des THC-Gehalts nicht, die Langzeitverträglichkeit gilt als gut. Bis heute ist kein einziger Todesfall durch die Einnahme von Cannabinoiden bekannt. Im Gegenzug sind Opioide allein in den USA für 20.000 Tote jährlich verantwortlich. Auch wurden bis dato keine Gewöhnungseffekte wie bei manchen Opioiden beobachtet. Die Wirkung bleibt nach heutigem Wissensstand auch bei längerer Anwendung erhalten.

Begleitwirkungen von THC und Cbd  steigern die Lebensqualität

Stimmungsaufhellend: Cannabinoide erfüllen bei Schmerzpatienten eine doppelte Wirkung. Die Schmerzlinderung - die nicht immer sehr ausgeprägt sein muss - wird begleitet von stimmungsaufhellender, schlaffördernder und angstlösender Funktion des Medikaments. Durch die insgesamt bessere Lebensqualität verbessert sich die psychische Situation der Betroffenen.


Qualität zum besten Preis
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  • By Jenny Dirschl5. Mai 2018Magazin
  • https://www.netdoktor.at/